Germany, July 2016
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Bier, Barock und Blaue Zipfel

2016-08-12 by röbi

"A U" ist nicht etwa die Abkürzung einer neuen Partei Deutschlands, sondern die kürzeste Version, wie man sich in Franken ein Getränk bestellen kann. Serviert wird, falls die Bestellung mit korrektem fränkischem Akzent ausgesprochen wird, ein ungespundetes Bier, ein Bier mit wenig Kohlensäure, da während der Gärung kein Zapfen im Spundloch war. Diese biertechnische Finesse lernten wir gegen Ende unserer Fahrt entlang des Mains in Bamberg kennen. Ganz nebenbei wurde uns zudem bewusst, dass Franken ein Teil von Bayern ist, und dass es somit nebst der weltbekannten Weisswurst noch Unmengen anderer beliebter Würste in Bayern und speziell im Frankenland gibt, denn praktisch jeder Ort hat sein eigenes (geheimes) Bratwurst-Rezept. Eine Spezialität sind "Blaue Zipfel", Bratwürste, die in einem Sud aus Zwiebeln, Essig und Weißwein zubereitet werden.

Bei diesem wahrhaft üppigen kulinarischen Angebot während unserer gesamten Fahrt durch Bayern fiel es uns oft schwer, auch noch auf die architektonischen Leckerbissen zu achten. Die vielen barocken Kirchen links und rechts des Radweges hätten oft bedeutet, einen Abstecher machen zu müssen, aber es gab auch Schmuckstücke, die uns direkt vor die Füsse fielen, wie das alte Rathaus von Bamberg.

Seitdem wir uns in Bischofsgrün (nordöstlich von Bayreuth) vom Main verabschiedet haben, folgen wir Hügel auf, Hügel ab, dem Lauf der Saale, die uns immer mehr von der barocken, bayerischen Üppigkeit weg und hinein in den Freistaat Thüringen führt. (Ziegenrück, Deutschland)

Schwabenschikanen

2016-07-16 by röbi

Es wird uns nicht leicht gemacht, das Radeln in Schwaben. Zum einen sind da die Abhänge der Schwäbischen Alb, welche wir entlang der jungen Donau zwischen Tuttlingen und Sigmaringen möglichst flach zu queren versuchen, die uns dennoch immer wieder mit scharfen Aufstiegen und ebenso steilen Abfahrten, oft auf rutschigem Kies, arg ins Schwitzen bringen.

Sind wir dann mal wieder schön ins Rollen gekommen, stellen sich uns zum anderen plötzlich Fahrverbote in den Weg. Der Radweg führt mitten durch Grillbuden, mobile Bierstuben, Bänke und Tische und damit wir die verlockenden Düfte der Bratwürste und gegrillten Schweinebäuche, das Zischen der geöffneten Bierflaschen und das Sprudeln der Zapfhahnen auch richtig mitbekommen, müssen wir absteigen und unser Fahrzeug durch das Festgelände stossen. Es ist schwierig da nicht schwach zu werden und sich am Ende der Bierstrasse wieder in den Sattel zu schwingen.

Doch wir haben alle Schwäbischen Schikanen gut gemeistert und sind nun in Bayern. (Neustadt a.d. Donau)

Welcome Summertime!

2016-07-01 by röbi

Der Duft von frischem Heu weht durch die Stube und wir nehmen es als Zeichen, dass die Regenzeit nun vorbei ist und wir uns erneut in den europäischen Sommer wagen dürfen.

Noch etwas beduselt von einer Überdosis Fussball-Fernsehen packen wir unsere bereits etwas angestaubten Velotaschen und machen uns startklar in Richtung Nordost.

Wir wollen der Birs bis nach Basel und dem Rhein bis zum Bodensee folgen. Dort werden wir uns dann ins Land des neuen Fussball-Europameisters begeben, sage ich als Fussball-Banause..., Dagmar würde lieber nach Island radeln!

Ab auf die Landstrasse, ab in den Sommer! (Welschenrohr, Schweiz)

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